Autofrei im Schwarzwald – das geht

Autofrei im Schwarzwald – das geht (doch gar nicht?)!!

Vor 35 Jahren hab ich mein Auto verkauft. Ich hab in Großstädten inländlichen Gegenden gewohnt und nie bereut, ohne ein eigenes Auto zu sein. Im Bereich bis 5km Entfernung ist das Fahrrad (neuerdings Pedelec mit Elektro, dann gehen auch 10km) ideal. Da ich mit entsprechender Kleidung bei Wind und Wetter unterwegs bin, bekomme ich aufgrund der damit verbundenen Abhärtung fast keine Erkältung. Für Fernreisen nutze ich die Bahn; das ist trotz Umsteigen viel gemütlicher als stundenlang bewegungslos hinterm Steuer zu sitzen, gestresst vom Gedanken, bei kurzer
Unaufmerksamkeit mit schwerer Verletzung oder Tod bestraft zu werden. Gesamtreisezeit ist oft viel länger als mit dem Auto – gut so! Das gibt mir Zeit, mich zu entspannen, zu lesen, zu schlafen, zu essen, Post erledigen, Zeit für Kinder zu haben, die Landschaft anzuschauen, ich kann mich bewegen, zur Toilette gehen und atme erheblich bessere Luft ein als auf der Autobahn. Mit Bahncard, Sparpreis, Gutschein, Länderticket, Bonus-Programm ist für den Kenner die Bahn meistens sehr günstig, Infos gerne unter 0151 65975899. Ja, es gibt oft Verspätungen, gibt es die bei Autofahrtn nicht? In der Bahn kann ich die Zeit wenigstens nutzen und erhalte noch eine Entschädigungsrückzahlung. Für mittlere Strecken gibt es den Bus, zugegebenermaßen nicht so bequem und bisweilen mit ausgedünntem Fahrplan. Bei guter Planung (schon bei der Wohnungssuche) in Verbindung mit dem Pedelec aber machbar. Klar, ich muss von und zur Bushaltestelle laufen, glücklicherweise! Sonst hätte ich an manchen Tagen überhaupt keine Bewegung. Einkauf, Gepäck – kein Problem. Ein Fahrrad mit Korb am Lenker, Gepäcktasche hinten nimmt den Großeinkauf auf. Ausnahmsweise sperrige Güter kann man sich bringen lassen,
für den Umzug gibt es Leihwagen. Für regelmäßig großes Gepäck und für Kleinkindertransport gibt es ein vielfältiges Angebot an Lastenrädern oder Fahrradanhängern. Die Schwarzwaldberge klicke ich mit dem Bordcomputer, der den Elektromotor meines Pedelecs steuert, einfach weg. Mit meinem autofreien Leben spare ich so viel Geld, dass ich mir ein Taxi leisten kann, wenn es mal gar nicht anders geht (ca. 5x pro Jahr) und mir eine Eigentumswohnung zulegen konnte. Der auslösende Grund für den endgültigen Verkauf meines Autos war damals meine Erkenntnis, dass es unsozial wäre, die vorhandenen Kapazitäten bei den öffentlichen Verkehrsmitteln ungenutzt zu lassen und stattdessen mit einem eigenen Auto zu fahren, außerdem dumm, mir die erheblichen Belastungen (Reparaturen, Sauberhalten, TÜV, An- und Ummelden, Ver- und Neukauf) aufzubürden und Unmengen an Geld in dieses Gefährt zu stecken. Heute, in Zeiten von Feinstaubdiskussion, Klimawandel, verstopften Städten bin ich mit einem sauberen Gewissen unterwegs.

Auto? – Habe ich nicht nötig! Bernhard

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